Besuch im Uniklinikum

Besuch im Uniklinikum am 17.11.2011

 

Der Klinikumsvorstand hatte am 17.11.2011 zum jährlichen Gespräch eingeladen. Dieser Kontakt ist für beide Seiten unbedingt notwendig und für uns Gemeinderäte immer hoch interessant. Zum Gedankenaustausch waren für uns bereit: Frau Irmtraud Gürkan, Kaufmännische Direktorin, Herr Prof. Dr. Claus Bartram, Dekan der Medizinischen Fakultät,

Herr Stroux, der Bauamtsleiter der Universität und Herr Reisch, Pflegedirektor.

 

Wichtige Themen waren: weitere kurz- und langfristige Entwicklungen im Neuenheimer Feld,

Entwicklung der Forschung im Rahmen der Excellenzuniversität, Folgen der beginnenden demografischen Entwicklung, Zusammenarbeit von Stadt und Universität.

 

Das Heidelberger Klinikum hat sich an die Spitze der Deutschen Universitäten gearbeitet. Man hofft, dass der Neue Excellenzantrag in den nächsten Tagen positiv entschieden wird.

Insgesamt arbeiten 11 000 Menschen in verschiedenen Kliniken und Forschungsbereichen. Der große Vorteil dieses einzigartigen Areals ist die unmittelbare Nachbarschaft zu hochqualifizierten nicht universitären Forschungseinrichtungen. 

 

Für die Stadt ist es eine vorrangige Aufgabe, Bauvorhaben zügig zu begleiten (Mathematikum, Klinikhotel an der Berliner Straße). Weiter ist Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein brisantes Thema, das gemeinsam  bearbeitet werden muss. Es zeigt sich, dass Frauen im Studium und zu Beginn der Berufsphase eher in der Überzahl sind, an der Spitze sind sie mit 10-20 % viel zu wenig. Dabei gibt es höchst qualifizierte und intelligente Frauen in der Forschung. Hier muss sich viel ändern.

 

Auch das Wohnungsproblem  muss ständig bearbeitet werden. Unsere Wissenschaftler sollen mit ihren Familien in Heidelberg und nicht im Umkreis leben. Das Problem der Verkehrserschließung und der Straßenbahntrasse wurde an diesem Abend geschickt umgangen…

 

Im alten Heinsteinwerk, auch eine Initiative von Hans-Jörg Kraus, hat sich die Akademie für Gesundheitsberufe mit 12 verschiedenen Ausbildungsangeboten, die bis zum Bachelor führen können, schon hervorragend installiert. Hier macht sich aber bei den Nachfragen nach einigen Pflegeberufen schon eine Reduzierung der Bewerber bemerkbar. Man überlegt, beispielsweise in Spanien zu rekrutieren. Dort herrscht Jugendarbeitslosigkeit.

Der Abend war für uns sehr informativ und fand in freundschaftlicher Atmosphäre statt. Ich freue mich auf das nächste Mal. 

 

Ursula Lorenz