Heidelberg ist eines der Must-Sees in Deutschland. Die romantische Stadt verblüfft Besucher seit Jahrhunderten und lockt mit einer faszinierenden Geschichte und Anekdoten von großen Dichtern, schelmischen Studenten und architektonischen Überbleibseln vom Mittelalter bis hin zur Nazizeit. Wir haben eine Liste mit 10 interessanten Fakten über Heidelberg zusammengestellt, die Sie kennen sollten.

Die Heidelberger Universität ist die älteste in Deutschland
Die Universität Heidelberg blickt auf eine mehr als 630-jährige Geschichte zurück. Auf Anweisung von Papst Urban VI. wurde die Universität 1386 gegründet und ist nicht nur die älteste Universität des Landes, sondern zählt zu den ältesten in ganz Europa. Im Laufe der Jahre hat die Institution nicht weniger als acht Nobelpreisträger hervorgebracht und sich als eine der führenden Universitäten etabliert.

Heidelberg blieb von den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs verschont

Während viele deutsche Städte während des Zweiten Weltkriegs schwere Zerstörungen hinnehmen mussten, blieb Heidelberg von den alliierten Bombenangriffen weitgehend verschont. Historiker vermuten, dass erstens die Stadt nicht als strategisch wichtig angesehen wurde und zweitens die USA bereits nach Kriegsende eine Garnison hier errichten wollten.

Hier befindet sich das größte Weinfass der Welt
Im Keller des Heidelberger Schlosses befindet sich das größte Weinfass der Welt, der Heidelberger Tun. Große Weinfässer haben in der Geschichte des Schlosses Tradition: Das erste Fass wurde zwischen 1589 und 1591 mit einem Fassungsvermögen von 127.000 Litern gebaut. Das Fass wurde zerstört und zwei weitere folgten im Laufe der Jahre, bis das heutige Fass im Jahr 1751 gebaut wurde. Das aus 130 Eichenbäumen gezimmerte Heidelberger Tun hat ein Fassungsvermögen von 219.000 Litern. Weil der Bottich immer wieder undicht wurde, wurde er im Laufe der Jahre nur dreimal gefüllt.

Heidelberg hat einige der größten Schriftsteller in seinen Bann gezogen

Große Literaten wie Goethe, Mark Twain und Heinrich Heine ließen sich in Heidelberg inspirieren und erwähnten die Stadt in ihren Werken. Twain verbrachte den Sommer 1878 in Deutschlands romantischster Stadt und schrieb in dieser Zeit A Tramp Abroad. In seinem Buch erinnert er sich an die Schönheit, die er in der Stadt fand: „Man denkt, Heidelberg bei Tag – mit seiner Umgebung – sei die letzte Möglichkeit des Schönen; aber wenn man Heidelberg bei Nacht sieht, eine gefallene Milchstraße, mit dem glitzernden Eisenbahnsternbild am Rande, braucht man Zeit, um über das Urteil nachzudenken.“

Einem Affen die Hand schütteln heißt, dass man wiederkommen wird
Die Bronzeskulptur eines Affen bewacht das südliche Ende der Alten Brücke. Das Kunstwerk von Gernot Rumpf aus dem Jahr 1979 wurde durch Aufzeichnungen aus dem 15. Jahrhundert inspiriert, in denen erwähnt wird, dass dort eine Affenskulptur gestanden hat. Das Streicheln des Spiegels soll Wohlstand bringen, das Berühren der spitzen Finger der rechten Hand bedeutet, dass man eines Tages nach Heidelberg zurückkehren wird und das Berühren der Mäuse neben dem Affen bedeutet, dass man viele Kinder haben wird.

Jeder vierte Heidelberger ist ein Student

Von den 150.000 Menschen, die in Heidelberg leben, sind satte 39.000 Studenten an einer der fünf Hochschulen und Universitäten der Stadt – das ist ein Viertel der Bevölkerung. Ein Nebeneffekt auf die Gesamtbevölkerung ist, dass fast 40 % jünger als 30 Jahre alt sind.

Unordentliche Studenten wurden in der Universität eingekerkert
Zwischen 1778 und 1914 konnten rüpelhafte Studenten für Bagatelldelikte von nächtlicher Ruhestörung bis hin zu akademischen Fechtduellen mit Gefängnisstrafen rechnen. Verstöße wurden mit bis zu vier Wochen im hauseigenen Studentenkarzer geahndet. Die Studenten mussten in dieser Zeit zwar noch am Unterricht teilnehmen, verbrachten aber den Rest des Tages in den privaten Gefängniszellen auf dem Campus. Mit der Zeit begannen die Studenten, die Regeln zu brechen, und ein paar Nächte im Studentenkarzer wurden zu einem Ritus für Burschenschaften. Wenn Besucher erlaubt waren, verwandelten sich ein paar Tage im Gefängnis in wilde Partys von Studenten, die ihre Inhaftierung feierten. Viele verewigten ihre Erfahrungen in Form von Wandmalereien und Graffiti, die noch heute die Wände bedecken.

COOLE FAKTEN ÜBER HEIDELBERG, DEUTSCHLAND

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.